Vor der Synchronisation die Datenhoheit klären
Wenn zwei Systeme dieselben Informationen verändern dürfen, genügt eine technische Feldzuordnung nicht. Ohne fachliche Regeln kann eine Synchronisation aktuelle Werte überschreiben oder Änderungen zwischen den Systemen hin und her übertragen.
Entscheidungen pro Datenbereich festhalten
- Das führende System für Stammdaten und einzelne Statusinformationen benennen.
- Gemeinsame Identifikatoren und die Behandlung unbekannter Datensätze festlegen.
- Konflikte, Löschungen und nachträgliche Korrekturen ausdrücklich beschreiben.
- Ausnahmen so darstellen, dass die zuständige Fachabteilung sie bearbeiten kann.
Bei einem Kundenkonto kann beispielsweise ein System die Anschrift führen, während ein anderes den Vertragsstatus verwaltet. Die Entscheidung gilt dann pro Datenbereich und nicht pauschal für den gesamten Datensatz. Zeitstempel allein lösen diesen Unterschied nicht.
Vor dem Anschluss weiterer Systeme werden reale Änderungsszenarien gemeinsam durchgespielt. Dazu gehört auch eine verspätete Nachricht: Ein technisch gültiger älterer Zustand darf einen fachlich neueren Zustand nicht unbemerkt ersetzen.